Was die Forschung über hyperbaren Sauerstoff (HBOT) sagt
Leistung, gesundes Altern und die Zelle: ein Überblick über aktuelle Studien zu Sauerstoff unter erhöhtem Druck bei Sportlern und gesunden Älteren.

Hyperbarer Sauerstoff ist keine neue Idee, doch die Forschung dazu, was er bei gesunden Menschen bewirkt, wächst schnell. In diesem Artikel fassen wir die wichtigsten Studien zusammen. Alle Quellen mit Zusammenfassung finden Sie in unserer Forschungsbibliothek.
Was in einer Hartkammer passiert
In einer Hartschalen-Druckkammer atmen Sie Sauerstoff bei erhöhtem Druck, meist um 2,0 ATA. Bei diesem Druck löst sich mehr Sauerstoff im Blutplasma als unter normalen Bedingungen. Die Forschung untersucht vor allem, was wiederholte Sitzungen nach einem festen Protokoll über längere Zeit bewirken.
Leistung bei Sportlern und Älteren
In einer randomisierten Studie mit 37 Master-Athleten im Alter von 40 bis 50 Jahren wurden 40 Sitzungen bei 2,0 ATA mit einem Scheinprotokoll verglichen (Hadanny et al., 2022). Die HBOT-Gruppe zeigte eine höhere VO2max und eine höhere Sauerstoffaufnahme an der anaeroben Schwelle sowie Veränderungen der Mitochondrien, der Kraftwerke der Zelle.
Dieselbe Forschungsgruppe untersuchte auch 63 inaktive Erwachsene über 64 (Hadanny et al., 2024). Nach sechzig Sitzungen in zwölf Wochen war die VO2max pro Kilogramm höher, und Durchblutung und Blutvolumen im Herzmuskel hatten zugenommen.
Gesundes Altern
Mehrere Studien mit gesunden Älteren nutzten dasselbe Protokoll mit sechzig täglichen Sitzungen:
- Kognition: In einer randomisierten Studie mit 63 gesunden Erwachsenen verbesserten sich vor allem Aufmerksamkeit und Verarbeitungsgeschwindigkeit (Hadanny et al., 2020).
- Telomere: In Immunzellen wurden längere Telomere und weniger seneszente T-Zellen gemessen (Hachmo et al., 2020).
- Haut: Hautbiopsien zeigten mehr Kollagen, längere elastische Fasern und mehr kleine Blutgefäße (Hachmo et al., 2021).
Eine systematische Übersicht aus dem Jahr 2026 stellt diese Studien nebeneinander und bezeichnet die Ergebnisse bei gesunden Älteren als vielversprechend (Mohammadi et al., 2026).
Was das in der Praxis bedeutet
Die Studien verwenden feste Protokolle: einen bestimmten Druck, einen bestimmten Sauerstoffanteil und eine feste Zahl von Sitzungen. Wer ein System wählt, wählt also auch eine Arbeitsweise. Deshalb besprechen wir bei jedem Projekt, welches Protokoll, welche Kammer und welche Begleitung zu Ihren Nutzern passen.
Die genannten Studien wurden von unabhängigen Forschenden durchgeführt und in wissenschaftlichen Fachzeitschriften veröffentlicht. Wir geben sie gekürzt und ausschließlich zur Information wieder; maßgeblich ist die Originalpublikation. Alle Quellen stehen in unserer Forschungsbibliothek.
Möchten Sie es selbst erleben? Planen Sie eine Sitzung in unserem Showroom in Goes oder sehen Sie sich die Hartschalen-Druckkammern an.

